Deutscher Journalistenpreis Neurologie 2019 vergeben

Dr. Christian Jung, einer von zwei Gewinnern des Deutschen Journalistenpreises. | © Claudius Pflug

26. September 2019 – Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie und ihre Partner prämierten auf dem 92. DGN-Kongress in Stuttgart zwei hervorragende wissenschaftsjournalistische Arbeiten. Der Deutsche Journalistenpreis Neurologie 2019 wurde an Maike Brzoska und Dr. Christian Jung für ihre Beiträge zu den Themen „Neuroplastizität“ und „Tiefe Hirnstimulation“ vergeben.

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Gestern Abend wurde der Deutsche Journalistenpreis Neurologie 2019 an Maike Brzoska und Dr. Christian Jung vergeben. Wie Laudator Prof. Dr. Hans-Christoph Diener, Pressesprecher der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN), ausführte, hatten sich insgesamt fast 50 Journalistinnen und Journalisten in den Kategorien „Wort“ und „Digitale Medien“ beworben. „Wir waren sehr erfreut über die hohe Zahl, aber besonders über die hohe Qualität der Beiträge. Sie haben uns vor Augen geführt, dass es nach wie vor einen lebendigen und erstrangigen Wissenschaftsjournalismus in Deutschland gibt, der in der Vergangenheit oft schon totgesagt wurde“, erklärte Prof. Diener.

Wie er weiter ausführte, hatten sich letztlich zwei Beiträge durchgesetzt, da sie sich in ihrer Exzellenz besonders abhoben. „Diese beiden medizinjournalistischen Arbeiten sind aus Sicht der Jury herausragend, denn sie setzen sich kritisch, kompetent und laienverständlich mit aktuellen Erkenntnissen der Neurologie auseinander.“

Auf welche Art und Weise sich das gesunde Gehirn ständig selbst neu erfindet, erzählte die Berliner Journalistin Maike Brzoska spannend und informativ in ihrem Hörfunk-Feature „Neuroplastizität. Wie das Gehirn sich neu strukturiert“, das im Bayerischen Rundfunk ausgestrahlt wurde. Sie erklärte, wie das menschliche Gehirn in der Lage ist, sich selbst so umzustrukturieren, dass es Defizite ausgleichen kann. Damit schilderte sie das „Wunderwerk Gehirn“ und brachte aus Sicht der Preisjury die Faszination für die Neurowissenschaften einem großen Publikum nahe.

Der Biologe und Wissenschaftsjournalist Dr. Christian Jung, selbst an Parkinson erkrankt, setzte sich in seinem Artikel „Hirnschrittmacher – die nächste Generation“, erschienen in dem populärwissenschaftlichen Magazin „Gehirn & Geist“, mit der Zukunft der tiefen Hirnstimulation auseinander. In einem bewegenden Erfahrungsbericht beschrieb er, wie er sich selbst einen Hirnschrittmacher einsetzen ließ. „Er machte damit eine komplexe Forschungsinnovation erlebbar – und gleichzeitig tausenden Betroffenen Mut“, so der Laudator.

Der Journalistenpreis ist mit insgesamt 5000 Euro dotiert und wird auch 2020 wieder ausgeschrieben. Die Ausschreibungsunterlagen sind ab Mitte Januar auf www.dgn.org verfügbar.


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