Verordnung zur Abweichung von der Approbationsordnung im Rahmen der COVID-19-Pandemie schließt ein neurologisches Wahltertial nicht aus!

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23. April 2020 – Die Abweichung von der Approbationsordnung für Ärzte bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite ist am 1. April 2020 in Kraft getreten.

§5 Absatz 2 Satz der Verordnung besagt, dass die Universität im vorgezogenen Praktischen Jahr (PJ) ein klinisch-praktisches Fachgebiet für den dritten Ausbildungsabschnitt festlegen kann, wenn dies zur Bekämpfung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite erforderlich ist. Die DGN hat das mit Sorge gesehen und eine Stellungnahme verfasst, um davor zu warnen, dass das Wahltertial nur noch in „pandemie-relevanten“ Fächern absolviert werden darf.

In einem Antwortschreiben stellte das Bundesministerium für Gesundheit klar, dass ein neurologisches Wahltertial durch die Regelung nicht ausgeschlossen wird. Es handle sich lediglich um eine „Kann“-Bestimmung, die den Universitäten größtmögliche Flexibilität beim Einsatz der Studierenden in der Pandemie-Situation gibt. Die Universitäten können die Studierenden dort einsetzen, wo sie gebraucht werden. Dies könne gerade in Bereichen sein, in denen keine COVID19-Patienten versorgt werden, in denen aber aufgrund der Gesamtlage zusätzliches Personal gebraucht wird.

Bislang machen laut Auskunft des Ministeriums nur Bayern und Baden-Württemberg von der in der Verordnung vorgesehenen Möglichkeit des vorgezogenen PJ mit der entsprechenden Regelung für das Wahltertial Gebrauch.