Neue S2k-Leitlinie „Einwilligung von Menschen mit Demenz in medizinische Maßnahmen“ veröffentlicht

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14. Januar 2020 – Die Deutsche Gesellschaft für Gerontologie und Geriatrie (DGGG), die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) und die DGN haben gemeinsam unter Einbeziehung der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.- Selbsthilfe Demenz die S2k-Leitlinie „Einwilligung von Menschen mit Demenz in medizinische Maßnahmen“ verfasst.

Leitlinie schafft Handlungssicherheit

Die S2k-Leitlinie „Einwilligung von Menschen mit Demenz in medizinische Maßnahmen“ (AWMF-Registernummer 108/001) richtet sich an Ärzte, Psychologen, Pflegekräfte der beteiligten Fachgesellschaften und an Organisationen, die Demenz-Patienten behandeln und betreuen. Sie bietet Hilfe zum Umgang mit potenziell einwilligungsunfähigen Menschen und soll deren Handlungsfähigkeit in Entscheidungssituationen über medizinische Maßnahmen sichern. Darüber hinaus bietet die Leitlinie Informationen für Erkrankte, Angehörige, gesetzliche Betreuer, sonstige Betreuungsbevollmächtigte, Entscheidungsträger im Gesundheitswesen sowie allen anderen Personen, die mit Menschen mit Demenz umgehen. Sie erhebt den Anspruch, medizinische, medizinrechtliche, medizinethische, pflegewissenschaftliche und gerontopsychologische Anforderungen zu erfüllen.

Die Leitlinie enthält in der Kurzversion relevante rechtliche Vorgaben sowie praxisrelevante Empfehlungen zur Aufklärung, zur Klärung der Einwilligungsfähigkeit, zu Möglichkeiten der Assistenz und zum Erstellen von Vorausverfügungen. Anhand eines Fallbeispiels wird das konkrete Vorgehen veranschaulicht. Die Langversion erläutert den Entstehungsprozess der Empfehlungen und bietet die Möglichkeit, deren empirische, theoretische und rechtliche Grundlagen nachzuvollziehen.
 

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