Neue Europäische Leitlinie zur Diagnostik und Therapie der schlaganfallbedingten Dysphagie

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Vor kurzem wurde die gemeinsam von der European Stroke Organization (ESO) und der European Society for Swallowing Disorders (ESSD) initiierte Leitlinie „Diagnosis and Treatment of post-stroke dysphagia“ im European Stroke Journal veröffentlicht [1].

Die schlaganfallbedingte Dysphagie stellt eines der bedrohlichsten Symptome des akuten Schlaganfalls dar und geht insbesondere mit einer erhöhten Sterblichkeit, einem schlechteren funktionellen Outcome und häufigeren Lungenentzündungen einer. Basierend auf differenzierten Meta-Analysen hat das internationale und multiprofessionelle Autorenteam insgesamt 21 Empfehlungen zum Dysphagiemanagement in diesem klinischen Setting formuliert. „Eine Stärke dieser Leitlinien ist, dass neben der Diagnostik auch die Therapie umfassend beleuchtet wird. Gerade auf dem Gebiet der nichtinvasiven Neurostimulation sind in den letzten Jahren erstaunliche Fortschritte erzielt worden, was sich in einer Vielzahl von randomisierten klinischen Studien und konsequenterweise auch in den Empfehlungen dieser Leitlinie widerspiegelt“, betont Prof. Rainer Dziewas, Erstautor dieser Publikation. „Ich freue mich, dass die endoskopische Dysphagiediagnostik (FEES = Flexible Endoscopic Evaluation of Swallowing) Eingang in den Empfehlungskatalog gefunden hat. Die DGN betreibt zusammen mit der DSG und der DGG seit vielen Jahren erfolgreich ein Ausbildungscurriculum für diese Untersuchung. Zudem wurde die FEES schon vor mehreren Jahren in den Kriterienkatalog der Stroke-Unit Zertifizierung aufgenommen. In Deutschland sind wir also offensichtlich auf dem richtigen Weg.“, freut sich Prof. Diener, Pressesprecher der DGN.

Informationen zu dem FEES-Ausbildungscurriculum und Termine für curriculare FEES-Kurse finden sich hier: https://dgn.org/fortbildungen/fees-fortbildungen.

[1] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC8564153/

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