Prognosefaktor Vorhofflimmern bei COVID-19-Patienten

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Die Klinikmortalität von COVID-19-Patienten konnte seit Beginn der Pandemie deutlich gesenkt werden. Nun zeigte eine aktuelle Studie [1] die Bedeutung eines begleitenden Vorhofflimmerns (VHF) für die Prognose.

In einer Datenerhebung aus New York [1] litten 17,6% der über 11.000 hospitalisierten COVID-19-Patienten an VHF, mehrheitlich (zu 65%) handelte es sich dabei um ein neu aufgetretenes VHF. Beim Vergleich von gematchten Patientenpaaren (mit und ohne VHF) war die Klinikmortalität bei Patienten mit VHF signifikant höher (54% vs. 37%), bei neu aufgetretenem VHF war sie höher (55%) als bei vorbestehendem VHF (46,8%). Die Autoren merken zwar an, dass die meisten Patienten im Rahmen der SARS-CoV-2-Infektion wahrscheinlich eine Antikoagulation erhalten haben, betonen aber, dass die genaue Art der Antikoagulation in dieser Kohorte (insbesondere bezogen auf den Beginn des VHF) nicht im Fokus der Arbeit stand. Damit wirft die Studie umso deutlicher Fragen zur Bedeutung der Antikoagulation bei COVID-19 auf, besonders auch bei Komorbiditäten.

[1] Mountantonakis SE, Saleh M, Fishbein J et al. Atrial Fibrillation is an Independent Predictor for In-hospital Mortality in Patients Admitted with SARS-CoV-2 Infection. Heart Rhythm 2021;

https://www.heartrhythmjournal.com/article/S1547-5271(21)00040-0/pdf

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