Kurz informiert: Unkonventionelle Therapieversuche bei schwer erkrankten COVID-19-Patientinen und -Patienten

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Zugrundeliegende Rationale einer aktuellen Pilotstudie [1] war die Beobachtung, dass Männer oft schwerer an COVID-19 erkranken als Frauen. 42 männliche Patienten wurden in dieser randomisierten prospektiven Studie eingeschlossen und erhielten entweder Progesteron (2x tägl. 100 mg subkutan für bis zu fünf Tage) zusätzlich zur Standardtherapie oder nur die Standardtherapie. Wie sich im Ergebnis zeigte, waren die Männer, die die Hormontherapie erhalten hatten, drei Tage weniger sauerstoffpflichtig.

Eine weitere randomisierte Studie mit 240 beatmungspflichtigen Patienten untersuchte den Effekt einer einmalige Hoch-Dosis-Vitamin-D-Gabe. In mehreren Studien war nachgewiesen worden, dass erniedrigte Vitamin D-Spiegel ein prognostisch ungünstiger Parameter sind (wir berichteten).

[1] Sara Ghandehari, Yuri Matusov, Samuel Pepkowitz et al. Progesterone in Addition to Standard of Care Versus Standard of Care Alone in the Treatment of Men Hospitalized with Moderate to Severe COVID-19: A Randomized, Controlled Pilot Trial. CHEST Journal 2021.

https://journal.chestnet.org/article/S0012-3692(21)00289-0/fulltext

[2] Igor H. Murai, Alan L. Fernandes, Lucas P. Sales  et al. Effect of a Single High Dose of Vitamin D3 on Hospital Length of Stay in Patients With Moderate to Severe COVID-19. A Randomized Clinical Trial.

AMA. Published online February 17, 2021.

https://jamanetwork.com/journals/jama/fullarticle/2776738

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