Enzephalopathie mit Parkinsonismus von SARS-CoV-2 getriggert?

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Schon länger wird die Entwicklung einer Demenz oder einer Parkinson-Krankheit als mögliche Spätfolge einer SARS-CoV-2-Infektion diskutiert. Anhand von zwei Fallbeobachtungen mit COVID-19-assoziierter Parkinsonsymptomatik [1] wird diese Theorie jetzt erneut aufgegriffen.

Die Autoren berichten über klinische und bildgebende Befunde von zwei Patienten mit COVID-19-assoziierter Enzephalopathie und ausgeprägtem Parkinsonismus [1]. Initial bestanden Fieber und leichte Infektzeichen. Im Verlauf entwickelten beide eine Enzephalitis sowie rasch progrediente atypische Parkinsonsymptome. Beide zeigten ähnliche bildgebende Befunde (FDG-PET/CT, MRT, DAT-Scan), vergleichbar den Befunden bei post-enzephalitischem Parkinsonismus, speziell einem kortikalen Hypometabolismus und Hypermetabolismus in Hirnstamm, Temporallappen und Basalganglien. Die hypermetabolen Bezirke korrelierten mit bildgebenden Hinweisen auf eine Inflammation. Die Autoren gehen davon aus, dass eine Enzephalopathie mit Parkinsonismus von SARS-CoV-2 getriggert werden kann.

[1] Morassi M, Palmerini F, Nici S et al. SARS-CoV-2-related encephalitis with prominent parkinsonism: clinical and FDG-PET correlates in two patients. J Neurol 2021 Apr 21;1-8

https://link.springer.com/article/10.1007/s00415-021-10560-3