Auf den Hund gekommen? Hundebesitzer wiesen während der Pandemie einen geringen Depressionsscore auf

© iStock/Primorac91

Eine in PLOS publizierte Erhebung zeigte: Hundebesitzer hatten während der Corona-Krise einen geringeren Depressionsscore als Menschen, die zwar mit dem Gedanken spielten, sich einen Hund anzuschaffen, aber noch keinen besaßen. Auch gaben sie an, durch ihren Hund mehr sozialen Halt zu erfahren. Im Hinblick auf Angst- und Glücklichkeits-Scores gab es jedoch keine Unterschiede.

Die Studie befragte Menschen, die entweder mindestens einen Hund hatten (Hundebesitzer), und solche, die mit dem Gedanken spielten, sich einen Hund anzuschaffen (mögliche Hundebesitzer). Menschen, die kein Interesse an Hunden zeigten, wurden nicht berücksichtigt. Insgesamt wurden über 1.535 Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Corona-Pandemie befragt (768 Hundebesitzer and 767 mögliche Hundebesitzer), die allesamt sechs verschiedene psychometrische Tests absolvierten („Pet Attitude Scale“, „Miller-Rada Commitment to Pets Scale“, „Multidimensional Scale of Perceived Social Support“, „Center for Epidemiologic Studies Depression Scale-Revised“, „Generalized Anxiety Disorder Scale“ und „Oxford Happiness Questionnaire“). Die grundlegende These war, dass Hunde ihren Besitzern einen stärkeren sozialen Halt geben, was die Autorinnen und Autoren als Gefühl, geliebt, geschätzt und gegenseitig gebraucht zu werden, definierten, und dass dadurch Stress, Ängste und Depressionen abgefedert und die Glücklichkeit erhöht werden könnte.

Die Studie ergab, dass das nur zum Teil der Fall war. Hundebesitzer gaben zwar an, mehr sozialen Halt zu haben, und wiesen auch geringere Depressionsscores auf, im Hinblick auf Angst- und Glücklichkeits-Scores gab es jedoch keine Unterschiede zwischen den befragten Gruppen.

[1] Martin F, Bachert KE, Snow L et al. Depression, anxiety, and happiness in dog owners and potential dog owners during the COVID-19 pandemic in the United States. PLoS ONE 16(12): e0260676.

https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0260676

Nach oben springen