Aktuelle GKV-Daten zeigen: Demenz prädisponiert für einen schweren COVID-19-Verlauf

© iStock/Jacob Wackerhausen

Eine Auswertung des Verbundprojektes egePan Unimed des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) von 30 Millionen gesetzlich Versicherten zeigt, dass Demenz auf Rang 3 der Erkrankungen steht, die zu einem schweren COVID-19-Verlauf führen.

Das RKI hat in der aktuellen Ausgabe des Epidemiologisches Bulletins vom 12. Mai 2021 [1] eine Hierarchisierung von Risikofaktoren für schwere COVID-19-Erkrankungsverläufe vorgenommen. Die Grundlage der Daten bildete eine im Rahmen des Verbundprojektes egePan Unimed des Netzwerks Universitätsmedizin (NUM) durchgeführte Analyse, basierend auf GKV-Routinedaten von insgesamt ca. 30 Millionen gesetzlich Versicherten. Insgesamt wurden 93.857 Personen mit dokumentierter COVID-19-Erkrankung ausgewertet und Risikoerkrankungen identifiziert, die für einen schweren Verlauf von COVID-19 prädisponieren. Neben hämato-onkologischen Erkrankungen und soliden Krebserkrankungen war an dritter Stelle das Vorliegen einer Demenz mit einem erhöhten Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf verbunden. Die Autoren verweisen darauf, dass diese Erkenntnisse bei der Impfreihenfolge berücksichtigt werden sollten.

[1] Hierarchisierung von Risikofaktoren für schwere COVID-19-Erkrankungsverläufe im Kontext der COVID-19-Schutzimpfungen. Eine gepoolte GKV-Routinedatenanalyse basierend auf 30 Mio. Versicherten. Epidemiologisches Bulletin 19|2021 12. Mai 2021.

https://edoc.rki.de/bitstream/handle/176904/8142.2/EB-19-2021-Hierarchisierung%20von%20Risikofaktoren-Online-Vorab-Austausch.pdf?sequence=4&isAllowed=y

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