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Klinik für Schlafmedizin und Neuromuskuläre Erkrankungen

Young

17. April – Prof. Dr. med. Peter Young leitet die neue Klinik für Schlafmedizin und Neuromuskuläre Erkrankungen am Universitätsklinikum Münster (UKM). In der Klinik mit dem Bereich Epileptologie, die im Department für Neurologie (organisatorische Leitung: Univ.-Prof. Dr. Heinz Wiendl) organisiert ist, wird die am UKM bereits etablierte Betreuung von Patienten mit Schlafstörungen sowie die Diagnostik und Versorgung von neuromuskulären Erkrankungen mit besonderem Schwerpunkt der genetisch bedingten Formen fortgeführt.

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100.000 Euro für die Erforschung von HSP

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16. April 2013 – Zum zweiten Mal in ihrer Geschichte hat die Tom Wahling Stiftung das europaweit höchstdotierte Stipendium zur Erforschung der Hereditären Spastischen Spinalparalyse (HSP) vergeben. Die italienische Neurologin Prof. Dr. Elena I. Rugarli, Professorin am Biozentrum in Köln, erhält 100.000 Euro für ihre vielversprechende Forschungsarbeit.

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Ausschreibungen und Preise

15. Mai 2013 – Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie lobt derzeit mehrere Auszeichnungen und Stipendien aus und verleiht sie an herausragende Persönlichkeiten und Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Neurologie.
Finden Sie hier die aktuellen Ausschreibungen der DGN und weitere, die für Neurologen und ihre Arbeitsgebiete in Frage kommen.

 
Aufklärungsfilme zum Schlaganfall

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10. Mai 2013 – Zum heutigen Tag gegen den Schlaganfall veröffentlicht die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe auf www.schlaganfall.de vier Filme, die in Kooperation mit dem Centrum für Schlaganfallforschung Berlin (CSB) und der Kölner Kunsthochschule für Medien entstanden sind. Die Filme rücken dabei die Notfallsituation jedes Schlaganfalls in den Mittelpunkt.

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Pressemitteilung 08.07.2012 Drucken E-Mail

Neue Hypothese zur Entstehung der Multiplen Sklerose

 8. Juli 2012 – Eine heute publizierte Studie in der Fachzeitschrift Nature mit deutscher Beteiligung wirft neues Licht auf die genetischen Ursachen der chronischen Krankheit Multiple Sklerose. Die Patienten weisen einen veränderten TNF-Rezeptor-1 auf, der nun als Schlüsselprotein im Krankheitsgeschehen in Frage kommt. „Diese Rezeptorvariante ist spezifisch für MS-Patienten und darum Ansatzpunkt für die Entwicklung verbesserter Therapien“, erklärt Professor Ralf Gold, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Neurologie (DGN) und Direktor der Neurologischen Klinik an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist mit seinem Team an dieser Studie beteiligt, die vom Immunologen Lars Fugger an der Universität Oxford initiiert wurde.
 
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Rund 130 000 Menschen leben nach Schätzungen allein in Deutschland mit einer Multiplen Sklerose (MS), weltweit sind es 2,5 Millionen. Frauen sind zwei- bis dreimal häufiger betroffen als Männer. Die Erkrankung beginnt oft im jungen Erwachsenenalter, der Erkrankungsgipfel liegt zwischen dem 20. und dem 45. Lebensjahr. Die MS wird allgemein als Autoimmunerkrankung verstanden. Trotz intensiver Forschung in den vergangenen Jahren ist nur wenig über die Entstehungsmechanismen bekannt. Diskutiert werden Umweltfaktoren, vor allem virale Infektionen, ebenso wie der Vitamin-D-Spiegel im Blut und die Sonneneinstrahlung. Außerdem beeinflussen genetische Varianten das Krankheitsgeschehen.

Moderne Screening-Methode

So genannte Genomweite Assoziationsstudien (GWAS) sind wichtig für das Verständnis der Krankheit und für die therapeutische Forschung. GWAS werden durchgeführt um Genvarianten, die Einzelnukleotid-Polymorphismen (SNP, single nucleotide polymorphism), nachzuweisen. Durch die aktuelle GWAS bei MS wurde ein neuer genetischer Zusammenhang entdeckt: Ein ganz bestimmter SNP, der zu einer TNF-Rezeptor-1-Variante führt, ist mit Multipler Sklerose assoziiert, jedoch nicht mit anderen Autoimmunerkrankungen wie Rheumatoide Arthritis, Psoriasis oder Morbus Crohn. Die Wissenschaftler entdeckten bei MS-Patienten einen Austausch in einem Gensegment des TNF-R1. Ihre Hypothese lautet nun: TNF-R1 wird dadurch löslich und bindet den im Gehirn aktiven Tumornekrosefaktor-Alpha (TNF-Alpha), der als eines der wichtigsten Zytokine lokale und systemisch Entzündungsreaktionen steuert. Dieses „Antagonisieren“ des TNF-Alpha könnte die Autoimmunreaktionen bei der MS-Erkrankung erklären.

DNS-Banken bestätigen die Ergebnisse

Befunde aus den DNS-Banken der MS-Patienten, die in der Neurologischen Klinik am St. Josef-Hospital der Ruhr-Universität Bochum behandelt wurden, zeigen identische Resultate und untermauern somit diese neuen Studiendaten.

„Im klinischen Alltag stellen wir fest, dass Medikamente, die TNF-Alpha antagonisieren, nur bei der Multiplen Sklerose, aber nicht bei anderen Autoimmunerkrankungen zu einer Verschlechterung des Krankheitsverlaufes führen“, berichtet Professor Gold. Dagegen ist diese Antagonisierung bei anderen autoimmunen Erkrankungen, wie starkes Rheuma, ein wesentlicher Stützpfeiler der Therapie. Diese Erkenntnisse zeigen, dass das Zytokin TNF möglicherweise ein sinnvoller Ansatzpunkt in der MS-Therapie ist. Die Ergebnisse weiterer GWAS könnten die Bedeutung von TNF zusätzlich hervorheben.

 
Literatur
Gregory AP et al.: Functional effect of a predisposing TNF receptor 1 common genetic variant mirrors outcome of anti-TNF therapy for multiple sclerosis. Nature 2012, published online July 8, 2012.

Fachlicher Kontakt
Prof. Dr. med. Ralf Gold
Direktor der Neurologischen Klinik an der Ruhr-Universität Bochum
Gudrunstraße 56, 44791 Bochum
Tel.: +49 (0) 23 45 09-2410
Fax.: +49 (0) 23 45 09-2414
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie e.V. (DGN)
sieht sich als neurologische Fachgesellschaft in der gesellschaftlichen Verantwortung, mit ihren rund 7000 Mitgliedern die neurologische Krankenversorgung in Deutschland zu verbessern. Dafür fördert die DGN Wissenschaft und Forschung sowie Lehre, Fort- und Weiterbildung in der Neurologie. Sie beteiligt sich an der gesundheitspolitischen Diskussion. Die DGN wurde im Jahr 1907 in Dresden gegründet. Sitz der Geschäftsstelle ist die Bundeshauptstadt Berlin.
www.dgn.org

1. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Wolfgang Oertel
2. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Heinz Reichmann
3. Vorsitzender: Prof. Dr. med. Martin Grond
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Pressesprecher der DGN: Prof. Dr. med. Hans-Christoph Diener, Essen